Bündnis B 189/B 5 statt A 14

 

 

Leserbrief

 

 

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21. September 2005 - Zu: Grundsteinlegung für italienische Papierfabrik im Gewerbepark Arneburg, Volksstimme vom 08.09.2005

 

Altmark ein unerschlossener weißer Fleck?

 

Die künftige Papierfabrik im Industrie- und Gewerbepark Arneburg zeigt mit aller Deutlichkeit, worauf es den Investoren ankommt bei ihren Entscheidungen für oder gegen einen Standort: neben den großzügigen Fördermitteln aus Sachsen-Anhalt lobte der Geschäftsführer der italienischen Investorengruppe die großen logistischen Vorteile des Standorts: die unmittelbare Nähe zum Zellstoffwerk, der hervorragend erschlossene Gewerbepark sowie „die gute Verkehrsanbindung über Straße, Schiene und Wasserweg“. Eine Autobahn durch die Altmark brauchen die italienischen Investoren ganz offenbar nicht.

 

Dieses Beispiel aus der Praxis bestätigt, was die HypoVereinsbank in einer Studie zur Wirtschaftslage in Sachsen-Anhalt herausfand. Wie kommt Sachsen-Anhalt wirtschaftlich voran - wird dort gefragt und die Wirtschaftsexperten kommen in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass es vor allem an gezielten öffentlichen Investitionen in Bildung und Forschung mangelt. Hilfreich für eine bessere wirtschaftliche Entwicklung sei die „inzwischen hervorragende infrastrukturelle Ausstattung des Landes Sachsen-Anhalt beispielsweise im Verkehrsbereich“, heißt es in der Studie der HypoVereinsbank weiter.

 

Dass Verkehrsminister Daehre - angesichts einer hervorragend ausgebauten und bei weitem nicht ausgelasteten Bundesstraße B 189 – von der Altmark als „unerschlossen“ und „weißer Fleck“ spricht, kann nur als Volksverdummung bezeichnet werden. Vielleicht sollte er sich von der italienischen Investorengruppe in Arneburg gelegentlich darüber informieren lassen, wie es um die Verkehrsverbindungen in der Altmark wirklich steht.

 

Susanne Bohlander

Bürgerinitiative „Bündnis B 189/B 5 statt A 14“

 

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