Bündnis B 189/B 5 statt A 14

 

 

Leserbrief

 

 

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17. Mai 2006

 

Oh weh, oh weh, so geht das, wenn ein Minister kurz vor der Wahl und schnell schnell seinen Dutz-Freund um Hilfe bittet und nicht auf den "bösen" BUND hört. Jetzt ist das Malör geschehen. Und die erste juristische Niederlage für Betonminister Karl Heinz Daehre eingefahren.

 

Entgegen Recht und Gesetz - dies bestätigte vor wenigen Tagen das Bundesverwaltungsgericht - haben die Herren Daehre und Leimbach versucht den Bau der Sodabrücke von Colbitz aus dem Genehmigungsverfahren "Neubau BAB 14" auszuklammern - und sind damit auf die Nase gefallen. Um den so selbst verursachten Schaden - auch den finanziellen - zu begrenzen, hat Herr Leimbach jetzt einen Baustopp für die Sodabrücke erlassen. Gut so. Aber der Schaden hätte gar nicht erst entstehen müssen, wenn Herr Daehre nicht unbedingt noch unmittelbar vor der Wahl seinen Willen hätte durchdrücken wollen, zum zweiten Herr Leimbach ernsthaft geprüft hätte, ob der Wunsch seines Freundes Daehre auch rechtlich auf sicheren Beinen steht und drittens beide dem Sachverstand des BUND vertraut hätten.

 

Nun gut, es bleibt zu hoffen, das ein solches "Missgeschick" nicht wieder passiert. Der BUND jedenfalls wird auch weiterhin den geplanten Bau der BAB 14 juristisch begleiten und notfalls auch beklagen. Die preiswertere, für die Bevölkerung in der Altmark sinnvollere und schneller umzusetzende Alternative: Den Ausbau der Bundesstraße 189, den nicht nur der BUND, sondern auch die Bevölkerung der Region fordern, findet ja offenbar keine Gnade vor den Augen der Herrn Daehre und Leimbach.

 

Oliver Wendenkampf

BUND - Landesgeschäftsstelle Sachsen-Anhalt

 

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