Aktionsbündnis gegen die A 14

 

 

Leserbrief

 

 

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31. August 2006

 

zu: "Straßennetz wächst im Norden..", Volksstimme vom 26.08.2006

 

In diesem Artikel wird erwähnt, dass die Altmark mit der A 14 eine "direkte Schnellstraße an die Ostsee" erhält. Na prima, dann können ja die Touristen, die jetzt in die Altmark kommen, um dort Ruhe und Natur zu genießen, gleich weiter rasen Richtung Norden - denn in der Altmark wird es dann keinen Grund mehr geben, zu verweilen. Das Wandernetz, das Seehausen aufgebaut hat - wer wird wohl noch in den Wäldern rund um Seehausen wandern wollen, wenn eine Autobahntrasse die Wanderwege zerschneidet und die Natur kilometerweit verlärmt? Bei Colbitz setzt das "Heidecamp" auf Urlauber, die die Natur lieben. Die Autobahn soll in nur 300 Metern Entfernung daran vorbeiführen. Wer wird wohl im Heidecamp noch Urlaub machen wollen, wenn erst die Autobahn da ist? Ganz zu schweigen von den Fahrradtouristen, die Jahr für Jahr zahlreicher in der Altmark verweilen und zum wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden sind. Das wichtigste Kapital der Region - der Reichtum der Tier- und Pflanzenwelt, die naturbelassene, unzerschnittene Landschaft,  - soll leichtfertig zerstört werden.

 

Wer behauptet, die A 14 bringe Arbeitsplätze in die Region, der belügt die Menschen vor Ort. Dass diese Gleichung nicht stimmt, hat sich in Niedersachsen längst herumgesprochen. Dort wehren sich mittlerweile über 100 Bürgerinitiativen, darunter sehr viele Bauern, gegen die geplante A 39.

 

Des weiteren wird geschrieben, dass es mit dem Bau der A 14 "in Colbitz gleich losgehen könnte", wenn der Bund Geld bereitstellt. Das ist nicht der Fall. Verkehrsminister Daehre musste im Mai kleinlaut seinen voreiligen Baustart wieder zurückziehen - das Bundesverwaltungsgericht hatte der Klage des BUND recht gegeben und den vorzeitigen Bau der "Soda"-Brücke bei Colbitz auf Eis gelegt. Die Naturschützer befinden sich damit auf einer Linie mit Bundesverkehrsminister Tiefensee, der mit dem Vorgehen von Daehre ebenfalls nicht einverstanden war.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Susanne Bohlander

Aktionsbündnis gegen die A 14

(BUND und Bürgerinitiativen)

 

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