Aktionsbündnis gegen die A 14

 

 

Leserbrief

 

 

Fenster schließen

 

20. November 2006

 

Zu: „Grünes Licht für Bau der A 14", Volksstimme vom 18.11.06

 

Der Bericht von Holger Thiel zum Treffen der A 14-Planer in Arendsee gibt leider ein völlig falsches Bild von der Veranstaltung - inklusive Überschrift. Statt „Grünes Licht für die A 14" müsste es heißen „Zittern um Geld für die A 14". Denn keinesfalls kann man davon sprechen, wie dies Herr Thiel tut, die Finanzierung der A 14 „steht". Das Gegenteil ist der Fall.

 

Das jetzt bekannt gewordene Finanzierungskonzept des Bundes für die A 14 hat für große Unsicherheit unter den A 14-Befürwortern gesorgt - was bei der Veranstaltung in Arendsee sehr deutlich wurde. So wurde von den anwesenden Bundestagsabgeordneten betont: Man müsse das Projekt jetzt gemeinsam „stemmen". Und wörtlich sagte Ernst Bahr, Bundestagsabgeordneter für Brandenburg: „Es hängt jetzt alles davon ab, ob es gelingt, das EFRE-Projekt auf die Beine zu stellen".

 

Bei EFRE handelt es sich um EU-Gelder, die den Ländern für die Förderung der regionalen Entwicklung zur Verfügung gestellt werden. Kein Wunder, dass die A 14-Befürworter verunsichert sind. Denn der Bund verlangt jetzt, dass die drei beteiligten Bundesländer zu knapp der Hälfte ihre Autobahn selbst finanzieren sollen. Insgesamt 350 Millionen Euro an EU-Fördermitteln müssten diese dafür aufbringen. Es wird schwierig werden, den Menschen in den Bundesländern vor Ort das zu vermitteln. Warum sollte es sinnvoll sein, unzähligen regionalen Projekten, die für dringend benötigte Arbeitsplätze sorgen, die EU-Fördermittel zu entziehen - nur, weil eine milliardenteure sinnlose Autobahn gebaut werden soll.

 

Um eine Vorstellung zu bekommen, wie viel Geld so eine Autobahn schluckt: Von dem Geld, das Sachsen-Anhalt vom Bund für Bundesfernstraßen erhält, müssten in den nächsten 5 Jahren 25 Prozent für die A 14 ausgegeben werden - zu Lasten anderer Straßenbauprojekte im Land.

 

Klaus-Peter Piehl

 

Fenster schließen