Aktionsbündnis gegen die A 14

 

 

Leserbrief

 

 

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26. Februar 2007

 

Schnelligkeit um jeden Preis

 

Gleich 4 Beiträge beschäftigten sich in letzter Zeit im Prignitzer mit diesem Thema.

Wie kommen wir schnell, sicher und zuverlässig aus und in die Prignitz. Das ist schon wichtig für viele Pendler, Gewerbetreibende und für die Wirtschaft, von der wir ja alle leben. Für viele scheint es wesentlich zu sein, schnell ans Ziel zu kommen, d.h. mit höchst möglicher Geschwindigkeit, in kürzester Zeit. Aber zu welchem Preis, meist auch, auf unser aller Kosten.

Das stellte auch Frau Schiller in ihrem Betrag „wieder Ärger mit der Bahn“ am 21.02.2007 treffend fest. „Für ihren Slogan, „In 90 Minuten von Berlin nach Hamburg“opfert die Bahn für 5 min die Prignitz und deren Anbindung, so dass wir gezwungen sind, unser Auto zu benutzen“.

 

Schlussfolgernd werden wir genötigt, auf´s Auto umzusteigen. Das heißt schnellere, sichere und zuverlässigere Straßenverbindungen müssen her, um den Anschluss nicht zu verlieren. Das lässt sich nach Meinung der Mehrheit der Bürger (Beitrag von Herrn Niemeyer im Prignitzer v. 21.2.07) nur durch eine Autobahn realisieren.

Für wenige Schnellfahrer und ganz bestimmt nicht für den Straßengüterverkehr (LKW-Verkehr) bringt die A 14 Vorteile von wenigen Minuten und das wieder auf Kosten anderer, nämlich den direkt betroffenen Anwohnern, durch Lärm, Abgase und Feinstaubbelastung.

 

Unser aller Preis ist, eine zerschnittene Landschaft, zerstörte Natur und ein schlechter werdendes Straßennetz innerhalb der Prignitz, weil es eine Bedingung des Bundes ist, die A 14 zur Hälfte aus EU-Mitteln zu finanzieren, die eigentlich für die Landesstraßen vorgesehen waren.

 

Im Klartext, Brandenburg stehen für die nächsten Jahre bedeutend weniger finanzielle Mittel für den Straßenbau zur Verfügung. Wir, die Bürgerinitiative gegen die A 14, fragen uns, warum erfolgte erst auf Druck des BUND eine Alternativprüfung, die dann keine war, weil das Ergebnis feststand?

Um Gesetzlichkeit herzustellen, klagt der BUND gegen die A 14 und für den Ausbau der B 189 und B 5. Auch das hat etwas mit Demokratie zutun!

 

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