Bündnis B 189/B 5 statt A 14

 

 

Pressemitteilung

 

 

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15. September 2005 – Pressemitteilung der Bürgerinitiative Mose

 

Rechtsanwalt berät A 14 - Betroffene

Lärmschutz auf Klageweg durchsetzen

 

Wie kann ich meine Rechte als Betroffener der geplanten A 14 möglichst wirkungsvoll geltend machen? Wie kann durchgesetzt werden, dass es für Einwohner von Mose und Colbitz Schallschutzmaßnahmen geben wird? Wie wichtig ist die Stellungnahme, die jeder Betroffene und auch jede Gemeinde bis 14. Oktober abgeben kann und wie teuer ist eine Klage vor Gericht?

 

Zu diesen und anderen Fragen wird der Verwaltungsrechtsexperte und Anwalt Karsten Sommer am 20. September auf Einladung der Bürgerinitiative in Mose informieren.

 

Wie die Bürgerinitiative nach Sichten der Planfeststellungsunterlagen feststellte, sind für die Einwohner in Mose und Colbitz keinerlei Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Auch einen Schutz vor Schadstoffimmissionen halten die A 14 - Planer nicht für notwendig. „Grenzwertüberschreitungen bei Lärm- und Schadstoffimmissionen entstehen nicht, es werden ausreichende Abstände bei allen Siedlungen eingehalten.“ (S. 29, Erläuterungsbericht, Ordner 1) Ob diese Behauptungen der Realität standhalten, muss jedoch erst noch geprüft werden, betont die Bürgerinitiative Mose. Die geplante A 14 - Trasse verläuft rund 600 Meter entfernt von Mose und Colbitz.

 

Was aus den Planfeststellungsunterlagen ebenfalls hervorgeht: erst die A 14 wird den internationalen Transit-Schwerlastverkehr in die Region bringen, die Verkehrsbelastung dadurch für die Einwohner enorm steigen. 12.000 Fahrzeuge pro Tag gibt es derzeit auf der B 189 bei Colbitz, für das Jahr 2015 werden 16.000 prognostiziert – wohlgemerkt, ohne den Bau der A 14. Wird die A 14 tatsächlich gebaut, rechnen die Autobahnplaner mit 38.000 Fahrzeugen bei Colbitz – das heißt: wird die A 14 gebaut, wird sich der Verkehr den Annahmen der Planung zufolge mehr als verdoppeln.

 

Die Veranstaltung mit Rechtsanwalt Karsten Sommer findet am 20. September, 19 Uhr, im Kulturhaus in Mose statt.

 

Susanne Bohlander

BUND Sachsen-Anhalt

Bürgerinitiative „Bündnis B 189/B 5 statt A 14“

 

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