Bündnis B 189/B 5 statt A 14

 

 

Pressemitteilung

 

 

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BUND Landesverband Sachsen-Anhalt

Bürgerinitiative „Ausbau B 189 – keine A 14“

 

23. Februar 2006

 

BUND und Bürgerinitiative:

Verkehrsminister belügt die Öffentlichkeit; A 14 - Planung in Schwierigkeiten; Baugenehmigung voraussichtlich erst 2007

 

Verkehrsminister Daehre hat mit seiner Mitteilung zum angeblichen A 14-Baustart die Öffentlichkeit belogen, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Sachsen-Anhalt. Von einem Baustart kann keine Rede sein, da das Planfeststellungsverfahren zum ersten Abschnitt frühestens Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. Erst dann liegt Baurecht vor. „Offenbar hofft Verkehrsminister Daehre, die Leute wüssten sowieso nicht Bescheid und glauben den Unsinn, den man ihnen erzählt“, sagte der Geschäftsführer des BUND, Oliver Wendenkampf.

 

Was das Verkehrsministerium der Öffentlichkeit verschweigt: Die A 14-Planung ist in Schwierigkeiten und kann ihren Zeitplan nicht einhalten. Ursprünglich hoffte man, im März 2006 für den 1. Abschnitt Baurecht zu erhalten. Das wird nun voraussichtlich erst Anfang 2007 der Fall sein.

Der Grund: In den Planfeststellungsunterlagen für den ersten Bauabschnitt muss eine Autobahnabfahrt – die Abfahrt Colbitz – nachträglich eingearbeitet werden. Dazu wird es ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren geben, mit den üblichen Fristen für Auslegung, Stellungnahmen und Anhörungen. Voraussichtlicher Abschluss dieses ergänzenden Verfahrens: frühestens November 2006. Erst dann kann über einen Beschluss für den gesamten Abschnitt entschieden werden.

Für die Finanzierung der A 14 heißt das: auch das Geld für den geplanten ersten Bauabschnitt kann 2006 weder beantragt noch genehmigt werden, da ohne Planfeststellungsbeschluss auch kein Baurecht vorliegt.

 

„Weil Verkehrsminister Daehre vor den Landtagswahlen einen Erfolg in Sachen A 14 verkünden will, möchte er nun eine Brücke bauen lassen“, erklärt Oliver Wendenkampf. Dabei handelt es sich um eine Autobahnüberführung für einen Wirtschaftsweg. Die geschätzten 1 Million Euro Kosten für diese Überführung trägt das Land Sachsen-Anhalt – wie auch alle anderen Kosten, die für die Planungs- und Genehmigungsarbeiten bisher anfielen.

Herr Daehre sollte also bei der Wahrheit bleiben. Am 20. März wird der Verkehrsminister mit dem geplanten ersten Spatenstich nicht den Baubeginn der A 14 einleiten, sondern den Bau einer Brücke, die von nirgendwo nach nirgendwo führt - über eine Autobahn, für die eine Baugenehmigung in weite Ferne gerückt ist.

 

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