Bündnis B 189/B 5 statt A 14

 

 

Pressemitteilung

 

 

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Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland,

BUND Sachsen-Anhalt e.V.

 

 

Pressemitteilung/-einladung

 

Magdeburg, 28.04.2009

Terminverschiebung!

 

Wer Lesen kann…

 

BUND schnürt „Arbeitspaket“ für Minister Daehre und legt große Lesebrille dazu

 

MD, 28.4.09. Der BUND überbringt am Dienstag, den 5. Mai seine Stellungnahme zu den vorgelegten Unterlagen zum erneut 1. Planfeststellungsabschnitt zum Neubau der Nordverlängerung A14 an das Verkehrsministerium.

 

Der polemischen Argumentation des Herrn Minister Daehre zu den tollen Maßnahmen zu Gunsten des Naturschutzes im Rahmen des Neubaus begegnet der BUND auf ganz eigene Weise:

 

Wir laden Sie um 10 Uhr zu uns in die Landesgeschäftsstelle, Olvenstedter Str. 10, ein, dabei zu sein, wenn der BUND ein „Arbeitspaket“ schnürt (und somit die Ersten zu sein, die einen Blick in die Stellungnahme werfen können) und im Anschluss ans Verkehrsministerium überbringt.

 

Das „Arbeitspaket“ enthält die umfassenden Gesetze, Verordnungen und Richtlinien, die den Rahmen bei einem solch großen Eingriff in die Natur vorgeben: Die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Anwohner, der anerkannten Naturschutzverbände, die für das sprechen, was keine eigene Stimme hat: Die Natur, Und eben auch die verpflichtenden Ausgleiche für die Zerstörung wertvoller Naturräume.

 

Herr Daehre stellt es gern so dar, dass für die Natur mehr getan wird als verpflichtend vorgeschrieben – und darum auch die Kosten explodieren. Dem ist nicht so.

 

In seiner Stellungnahme stellt der BUND dar, inwiefern die Natur beeinträchtigt ist:

-          bei der Zerstörung von Lebensräumen von Tierarten die bereits heute fast ausgestorben sind, wie hier hervorgehoben zu erwähnen die Mopsfledermaus

-          durch Negation oder Unkenntnisse der Gutachter bzgl. der Situation vor Ort, zum Beispiel Feuchtgebiete

-          überholte und nicht mehr zeitgemäße Verkehrprognosen

 

Gerade in der jetzigen Zeit des Klimawandels hält der BUND die Natur zerstörerische Planung zum Neubau der A14-Nordverlängerung für Irrsinn.

Sie sind ökologisch schlimm, ökonomisch irrsinnig, die versprochene Verkehrsentlastung wird so nicht erfolgen, die A14 ist kein nachhaltiges Verkehrskonzept für die Altmark, Arbeitsplätze für die Region entstehen nicht.

 

 

Herr Minister Daehre gehört leider immer noch zu den viele Politikern, Unternehmen und Verbrauchern, die den Ernst der Lage leugnen. Dabei sind die Folgen der globalen Erwärmung grade in Sachsen-Anhalt schon heute dramatisch – und gut erforscht: Wir müssen uns jetzt mit den Auswirkungen auf die Natur beschäftigen

          alle anthropogenen Gefährdungsfaktoren für Arten und Lebensräume sofort reduzieren

          die Funktionsfähigkeit der Natur so weit es irgend geht wiederherstellen

          biologisch funktionierende Verbundsysteme schaffen!

 

Eine natur- und klimaverträgliche Landnutzung ebenso eine natur- und klimaverträgliche Mobilität ist überfällig, die A14 ist dies nicht.

 

 

Für Rückfragen:

Oliver Wendenkampf, BUND Sachsen-Anhalt e.V.

Tel.:     0391/563078-0

Funk:   0160-7155064

 

 

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