Bündnis B 189/B 5 statt A 14

 

 

Pressespiegel

 

 

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Märkische Allgemeine Zeitung – Prignitz – Regionale Nachrichten

 

26. April 2006

 

BUND: Erste Klage gegen A-14-Bau

 

Bürgerinitiative fordert von Verkehrsminister Stellungnahme zu "Mobilität 2020"

 

WITTENBERGE Mit einem Brief will die Bürgerinitiative "Bündnis B 189/B 5 statt A 14" Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee zu einer öffentlichen Stellungnahme über die gerade erst publizierte acatech-Studie "Mobilität 2020. Perspektiven für den Verkehr von morgen" herausfordern. Dazu bekannten sich die etwa 20 Versammelten aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg/Vorpommern, die am Montagabend in Wittenberge weitere Maßnahmen gegen den Bau der A 14 absteckten. Hinter acatech stehen die sieben bundesdeutschen Akademien der Wissenschaften, die sich seit 2002 als Länder übergreifende, selbständige und unabhängige Institution gegründet haben. Auf ihrem aktuellen Forum am 29. März in Berlin, an dem auch der VW-Vorstandsvorsitzender Bernd Pischetsrieder und Bahn-Chef Hartmut Mehdorn teilnahmen, prognostizierten sie eine weitere Zunahme des Verkehrs auf Straßen und Schienen in den Wachstums- und Metropolregionen der alten Bundesländer. In den neuen Bundesländern, mit Ausnahme von Berlin und dem Speckgürtel, werden die Verkehrszahlen hingegen auf dem heutigen Niveau stagnieren oder sogar sinken.

 

"Besser könnten wir auch nicht sagen, dass der Bau der A 14 am Bedarf vorbeigeplant wird", kommentierte Okka de Wall aus Stavenow diese Einschätzung hochkarätiger Wirtschaftsmanager. Sie wird den Brief an den Bundesminister aufsetzen. Denn die Versammelten waren sich darüber einig: Die A 14 kann nur in Berlin gestoppt werden. Weil aber viele ähnlich denken wie die Bürgerinitiative, aber meinten, es sei schon alles gelaufen, müsse man mehr an die Öffentlichkeit mit Studien wie dieser von acatech. Denn die politischen Entscheidungen werden in diesem Herbst getroffen, wenn das Planfeststellungsverfahren für die A 14 im Jahr 2007 beginnen soll.

 

Susanne Bohlander vom BUND Sachsen-Anhalt brachte die taufrische Nachricht mit, dass am Montag die erste rechtliche Klage gegen die A 14 eingereicht wurde. Es geht konkret um Fehler in einem Feststellungsverfahren beim Bau einer Brücke bei Colbitz, die im Zusammenhang mit der A 14 von Sachsen-Anhalt vorfinanziert wird. Der Klage soll ein Eilantrag auf Baustopp folgen. Der BUND verspricht sich dadurch eine weitere Verzögerung der gesamten Autobahnplanungen. ch

 

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