Bündnis B 189/B 5 statt A 14

 

 

Pressespiegel

 

 

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22. August 2005 – Der Prignitzer

 

"Wir schenken euch die A 14"

BUND-Landespressekonferenz in Magdeburg und Zeitungsaktion

 

Garlin • Der 31. August ist für das "Bündnis Ausbau B 189 statt A 14", zu dem auch die Prignitzer Bürgerinitiative gehört, ein wichtiger Termin. An diesem Tag findet im Landtag in Magdeburg eine Landespressekonferenz des BUND statt. Auch Prignitzer BI-Vertreter werden dabei sein. Öffentlich dargestellt werden soll, dass die Null-Plus-Variante für die Verkehrsuntersuchung A 14 Magdeburg-Wittenberge-Schwerin durch die vorgegebenen Randbedingungen der Auftraggeber zwar fachlich richtig, aber aus wissenschaftlich-neutraler Sicht verzerrt und damit nicht objektiv sei. Geprüft werden soll, ob juristische Schritte abgeleitet werden und wer die Klage führt. Vom Auftraggeber geforderte Bedingungen für die A 14 sind u.a.: vorrangig die beiden Oberzentren Magdeburg und Schwerin mit relativ hoher Fahrgeschwindigkeit verbinden und auch im Untersuchungsraum vorhandene Erreichbarkeitsdefizite beheben.

 

"Eine Null-Plus-Variante ist ein Vorschlag, der auf dem vorhandenen Straßennetz beruht, in unserem Falle also die B 189 bzw. B 5, und dieses nur so verändert bzw. erweitert, dass die angestrebten Verkehrsziele erreicht werden", erläuterte Wolf-Achim Franzke aus Garlin, bei dem sich die Prignitzer BI Freitagabend traf. Prof. Dr. Udo Becker von der TU Dresden hatte die Null-Plus-Untersuchung für das Bündnis analysiert. Die Vorgabe, dass faktisch zwei Autobahntrassen für hohe Geschwindigkeiten gegeneinander antreten – eine direkte, neu zu bauende und eine indirekte, ebenfalls fast vollständig neue Variante auf der vorhandenen B 189/B 5 mit Berücksichtigung vieler alter Zwangspunkte – habe das Ergebnis von vornherein feststehen lassen, konstatierte Prof. Becker. "Die Null-Plus-Variante musste länger, teurer, schlechter sein."

 

Das für 2015 prognostizierte Fahrzeugaufkommen 16.000 Kfz pro Tag könne ebenso über eine ausgebaute B 189 bzw. B 5 abgewickelt werden – mit Drei- und Vierspurigkeit, Brücken usw., stellte Franzke klar. Die BI werde dazu eine Kostenschätzung vorlegen. Franzke zeigte Ausschnitte aus dem Beitrag "Chaos auf deutschen Straßen", der schildert, wie dringend Straßenbaumaßnahmen in mehreren Bundesländern nötig sind, aber aus Geldmangel nicht umgesetzt werden. "Und bei uns soll eine Autobahn gebaut werden, die eigentlich nicht notwendig ist", so die BI. Sie will sich daher unter der Schlagzeile "Wir schenken euch die A 14" an überregionale Zeitungen wenden, in deren Verbreitungsgebiet dringender Baubedarf besteht.

 

Übrigens, die BI will im nächsten Amtsblatt Karstädt ihren A 14-Standpunkt darlegen und auch eine eigene Homepage ins Netz stellen. Das nächste BI-Treffen soll am 16. September, 19 Uhr, in Bentwisch sein. M.D.

 

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