Bündnis B 189/B 5 statt A 14

 

 

Pressespiegel

 

 

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22.09.2005  - Volksstimme

 

A 14-Nordverlängerung: Einwendungen noch bis 14. Oktober möglich

Rechtsanwalt: „Wer jetzt nicht handelt, kann später nicht mehr fordern!“

 

Mose (car). Durchaus noch Chancen, sich erfolgreich gegen den Neubau der A 14-Nordverlängerung zu wehren, sehen der BUND und die Bürgerinitiative Mose-Baltzersiedlung/ Lindhorst. Nachdem die Planungsunterlagen für den Abschnitt nördlich von Wolmirstedt in den Ämtern ausliegen, dringt wieder verstärkte Betroffenheit nach außen, auch in Colbitz und in Samswegen. Als die Bürgerinitiative am Dienstagabend in den Kultursaal Mose eingeladen hatte, um mit dem Rechtsanwalt Karsten Sommer, der verschiedene Stellungnahmen im Raumordnungsverfahren geschrieben hatte, ins Gespräch zu kommen, mussten noch Stühle herangeschafft werden.

 

Ziel des Abends war es, die rechtlichen Möglichkeiten im weiteren Kampf gegen die Autobahn 14 Nord mit fachlichem Rat abzuklopfen. „In Mose sind alle betroffen, nicht nur die, über deren Grundstücke die Autobahn verlaufen wird“, machte Ortsbürgermeisterin Helga Steinig zunächst erst noch einmal die Brisanz deutlich. Die Bundesstraße 189 werde bei einem Autobahnbau über die A 14 gehoben, was bei Westwind noch zu größeren Lärmbelastungen führen würde. Wahrscheinlich würden auch die Kraftfahrer, die von der Autobahn 2 zur A 14 wollen, verstärkt den direkten Weg über Mose nehmen und die Colbitzer wären durch den Verkehr, der von der Heidestraße zu A 14 ebenso gestört. Auf den Schallschutz sei man zudem in den Planungsunterlagen erst gar nicht eingegangen. Grund zu einer Einwendung hätten also sehr viele Bürger.

 

Das meinte auch Karsten Sommer. „Wer jetzt nicht handelt, kann später auch keine Schutzmaßnahmen mehr fordern“, sagte er und motivierte alle, die sich durch den Autobahnbau betroffen fühlen. Dabei würden nicht nur die Grenzwerte für Lärm und Emission, die während der Planungen untersucht werden, entscheidend sein. Wichtig seien Fragen wie: Wo geht die Autobahn lang?, Wo ist die Anschlussstelle?, Wird die Trasse aufgeständert oder nicht?, Belasten Umleitungen das Dorf?“, erklärte der Rechtsanwalt. Die Betroffenen könnten in ihren Einwendungen alles aufführen. Sie sollten sich, so Karsten Sommer, einfach die Situation vorstellen, in die sie kommen, wenn die Autobahn gebaut ist. Jeder Fehler, der in den Planungsunterlagen gefunden wird, könne bemängelt werden. Wichtig sei aber, dass alle Einwendungen fristgerecht und inhaltlich ausreichend bei den entsprechenden Behörden vorliegen.

 

Für den entsprechenden Abschnitt der Autobahn 14-Nordverlängerung ist das der 14. Oktober. Die Unterlagen liegen in den Verwaltungsämtern der Stadt Wolmirstedt, der Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Heide und der Einheitsgemeinde Niedere Börde aus.

 

Verschiedene Vertreter anderer Bürgerinitiativen aus der Altmark und Brandenburg signalisierten ihre Unterstützung nach dem Motto „Sie sind nicht allein!“. So sagte ein Prignitzer, „Wir betrachten ihren Abschnitt als unseren eigenen“ und meinte damit, dass das, was hier in dem ersten Abschnitt erreicht wird, allen anderen auch nützen könnte.

 

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